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Verpasste Anrufe kosten Aufträge: Maßnahmen für bessere Erreichbarkeit

Erst messen, dann handeln: So finden Sie heraus, wann Anrufe verloren gehen, und welche Einstellungen wirklich helfen.

Kurz gesagt

Erst messen Sie mit der Anrufstatistik, wann Anrufe verloren gehen. Dann helfen ein verbindlicher Rückruf, Rufgruppen mit Überlaufregeln, eingebundene Mobiltelefone und Warteschleifen. Ein KI-Assistent ergänzt das, ersetzt es aber nicht.

Warum verpasste Anrufe unsichtbar teuer sind

Ein verpasster Anruf hinterlässt nur eine Nummer in der Anrufliste. Ob dahinter ein Auftrag steckte, wissen Sie nicht. In einer Befragung im Auftrag des GKV-Spitzenverbands von 3.512 gesetzlich Versicherten im Frühjahr 2024 waren 44 Prozent mit der telefonischen Erreichbarkeit der Praxen unzufrieden.

Erst messen, dann handeln

Zwei bis vier Wochen Anrufberichte zeigen Spitzen, Abbrüche und Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten. Zählen Sie zusätzlich unterschiedliche Anrufer, denn wer nicht durchkommt, ruft mehrfach an. Auswertungen nach Rufgruppe, Warteschlange und Uhrzeit reichen meist. Lassen Auswertungen einzelne Beschäftigte erkennen, ist bei vorhandenem Betriebsrat dessen Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu beachten.

Die wirksamsten Maßnahmen

  • Rückruf: Jeder verpasste Anruf wird innerhalb einer festen Frist zurückgerufen, etwa innerhalb von zwei Stunden während der Geschäftszeiten. Zuständig ist eine Person, die im Dienstplan steht.
  • Rufgruppen: Microsoft empfiehlt anwesenheitsbasiertes Routing und mindestens 20 Sekunden Klingelzeit pro Mitarbeitendem. Ein Überlaufziel verhindert, dass es ins Leere klingelt.
  • Mobilbox-Falle: Binden Sie Mobiltelefone über die App der Anlage ein. Sonst nimmt die Mobilbox des Netzbetreibers den Anruf an, und die Anlage hält ihn für erledigt.
  • Warteschleife: Begrenzte Wartezeit, ein Ausweg wie Rückruf und genug Sprachkanäle. Wie Ansagen gelingen, erklärt der Ratgeber Warteschleife und Ansagen einrichten.
  • KI als Ergänzung: Seit dem 2. August 2026 gilt Art. 50 der KI-Verordnung. Anrufende müssen erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen.

Quellen

Von DEBFT-Redaktion ·

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, wie viele Anrufe mein Unternehmen verpasst?

Die meisten Anlagen liefern Anrufberichte mit angenommenen, nicht angenommenen und abgebrochenen Anrufen. Werten Sie mindestens zwei bis vier Wochen aus und zählen Sie zusätzlich die unterschiedlichen Anrufer.

Ist eine Warteschleife besser als ein Besetztzeichen?

In den meisten Fällen ja, wenn sie gut eingestellt ist. Endlose Warteschleifen ohne Ansage zur Position oder Alternative verärgern dagegen mehr als ein ehrliches Besetztzeichen.

Lohnt sich ein KI-Telefonassistent gegen verpasste Anrufe?

Er lohnt sich vor allem bei vielen Routineanliegen oder Anrufen außerhalb der Geschäftszeiten. Er ersetzt keine gute Rufverteilung, sondern ergänzt sie.

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